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	<pubDate>Wed, 26 Nov 2008 00:23:45 +0000</pubDate>
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		<title>Haftung des Arbeitgebers für die Lohnsteuer</title>
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		<pubDate>Wed, 26 Nov 2008 00:23:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

		<category><![CDATA[Einkommensteuer]]></category>

		<category><![CDATA[Lohnsteuer]]></category>

		<category><![CDATA[Lohnsteuerabzugsverfahren]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Arbeitgeber haftet nach § 42 d Abs. 1 Nr. 1 bis 3 EStG für die Lohnsteuer, die er einzubehalten und abzuführen hat, für zu Unrecht erstattete Lohnsteuer und für die Verkürzung der Lohnsteuer, die aufgrund fehlerhafter Angaben im Lohnkonto oder in der Lohnsteuerbescheinigung entstehen. Gemäß § 42 d Abs. 1 Nr. 4 EStG haftet [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"><span style="font-size: small; font-family: Calibri;">Der Arbeitgeber haftet nach § 42 d Abs. 1 Nr. 1 bis 3 EStG für die Lohnsteuer, die er einzubehalten und abzuführen hat, für zu Unrecht erstattete Lohnsteuer und für die Verkürzung der Lohnsteuer, die aufgrund fehlerhafter Angaben im Lohnkonto oder in der Lohnsteuerbescheinigung entstehen. Gemäß § 42 d Abs. 1 Nr. 4 EStG haftet der Arbeitgeber auch für die Lohnsteuer, die ein Dritter nach § 38 Abs. 3a zu übernehmen hat. Der Haftungstatbestand erstreckt sich dabei ebenso auf die pauschale Lohnsteuer. [1] <span id="more-20"></span></span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"><span style="font-size: small; font-family: Calibri;"><img class="alignleft" style="float: left;" src="http://www.initiative-pj.de/images/headbild_haftung.jpg" alt="" width="155" height="138" />Ursprünglich ergab sich nach § 7 Abs. 3 LStDV eine von § 42 d EStG unabhängige Haftung für die nachzufordernde Lohnsteuer aus einer steuerschädlichen Verfügung über Vermögensbeteiligungen nach § 19a EStG bei einer Verletzung der Anzeigepflichten aus § 6 Abs. 3 LStDV. § 7 LStDV wurde zwischenzeitlich durch das Steueränderungsgesetz 2001 vom 20. 12. 2001 aufgehoben. [2] Gemäß § 8 Abs. 2 LStDV sind die Regelungen jedoch weiter anzuwenden im Falle einer schädlichen Verfügung vor dem 1. Januar 2002. Darüber hinaus ist der den Freibetrag von 50 v.H. oder 135 € übersteigende Teil der überlassenen Belegschaftsaktien steuerpflichtiger Arbeitslohn. Es handelt sich hierbei in der Regel um einen sonstigen Bezug nach LStR 39b.2 Abs. 2 und LStR 39b.6. Diese sind im Zeitpunkt des Zuflusses beim Arbeitnehmer zu versteuern.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"><span style="font-size: small; font-family: Calibri;"><strong>Der Zweck der Haftung</strong></span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"><span style="font-size: small; font-family: Calibri;">Die Arbeitgeberhaftung besteht nach einer Formulierung der Rechtsprechung für die richtige Berechnung und die Einbehaltung der Lohnsteuer nach den geltenden Vorschriften. Der Zweck der Lohnsteuerhaftung wird demnach mit dem Ziel der Erfüllung der im LSt-Abzugsverfahren auferlegten Pflichten des Arbeitgebers begründet [3] und durch die Garantie einer ordnungsgemäßen Besteuerung gerechtfertigt. [4] Die Haftung soll insoweit einerseits den ordnungsgemäßen Lohnsteuer-Einbehalt garantieren [5] und andererseits das Steueraufkommen sichern. [6] Das Letztere soll durch die Sicherstellung der Verpflichtungen des Arbeitgebers im Lohnsteuer-Abzugsverfahren erreicht werden. [7] Deshalb wird in der Literatur die Auffassung vertreten, die Haftung des Arbeitgebers setzte das Vorliegen einer Pflichtverletzung voraus.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"><span style="font-size: small; font-family: Calibri;"><strong>Akzessorietät der Haftung</strong></span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"><span style="font-size: small; font-family: Calibri;">Die Haftungsschuld des Arbeitgebers ist vom Bestand der zu sichernden Steuerschuld des Arbeitnehmers abhängig. [8] Hierfür kann, falls es um die Haftung für Steuern des laufenden Kalenderjahres geht, nur die für den fraglichen Abführungszeitraum einzubehaltende Lohnsteuer maßgeblich sein. Streitig ist, ob die Haftung nach Ablauf des Kalenderjahres durch die Jahreslohnsteuerschuld, die sich nach den Merkmalen der Lohnsteuerkarte für den Jahresarbeitslohn ergibt, oder durch die endgültige Einkommensteuerschuld des Arbeitnehmers begrenzt wird, sofern letztere niedriger ist als die Jahreslohnsteuer. [9]</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"><span style="font-size: small; font-family: Calibri;">Die Lohnsteuerhaftung des Arbeitgebers ist nach der ständigen Rechtsprechung des BVerfG verfassungsrechtlich nicht zu beanstanden. [10]</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;">
<div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"><span style="font-size: small;"><span style="font-family: Calibri;">[1] BR-Drs. 630/03, S. 61; Blümich, Rn. 56.</span></span></div>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;">
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"><span style="font-size: small;"><span style="font-family: Calibri;">[2] BGBl. I S. 3794, 3801; vgl. BT-Drs. 14/6877 S.25, 30.</span></span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"><span style="font-size: small;"><span style="font-family: Calibri;">[3] BFH, Urteil vom 13.5.1954 - IV 197/53 U, BStBl 1954 III S. 225; SIS 54 01 32.</span></span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"><span style="font-size: small;"><span style="font-family: Calibri;"><span style="mso-spacerun: yes;"> </span>[4] BVerfG, Beschluss vom 17.2.1977 – 1 BvR 33/76, Juris Rn. 2.</span></span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"><span style="font-size: small;"><span style="font-family: Calibri;">[5] BFH VI R 47/91 v. 9. 10. 92, BStBl II 93, 169; K/S/M § 42d Rz. A 1</span></span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"><span style="font-size: small;"><span style="font-family: Calibri;">[6] BFH VI R 116/90 v. 22. 7. 93, BStBl II 93, 775, Anm. HFR 93, 708; Schmidt/Drenseck § 42d Rn. 18; so schon Begr. zum ReichsEStG-Entw. v. 29. 11. 19, FinArch Bd. 2 (1920), S. 235, 274 zu §§ 44 bis 51.</span></span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"><span style="font-size: small;"><span style="font-family: Calibri;">[7] Bäuerlein, Die Lohnsteuerhaftung des Arbeitgebers, Diss. 1978, S. 80, Fußnote 350 m.w.n.</span></span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"><span style="font-size: small;"><span style="font-family: Calibri;">[8] BFH 142, 164, BStBl 1985 II, 164; BFH 153, 512, BStBl 1988 II 859; BFH 159, 296, BStBl 1990 II 526.</span></span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"><span style="font-size: small; font-family: Calibri;">[9] Vgl. Hartz/Meeßen/Wolf, ABC-Führer Lohnsteuer, Haftung für Lohnsteuer“ Rn. 22 ff.; Drenseck in Schmidt, EStG, 42 d Rn. 2.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"><span style="font-size: small; font-family: Calibri;">[10] BVerfG, Urteil vom 17.2.1977, HFR 1977, 295.</span></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Der Arbeitgeber als Haftungs- und Gesamtschuldner</title>
		<link>http://www.steuernblog.de/einkommensteuer/der-arbeitgeber-als-haftungs-und-gesamtschuldner/</link>
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		<pubDate>Sun, 23 Nov 2008 14:07:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Einkommensteuer]]></category>

		<category><![CDATA[Lohnsteuer]]></category>

		<category><![CDATA[Lohnsteuerabzugsverfahren]]></category>

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		<description><![CDATA[Neben seinen Steuerentrichtungs- und Steuererklärungspflichten trifft den Arbeitgeber auch die sogenannte Haftungsschuld nach §§ 33 Abs. 1 AO, 42 d EStG. Er ist als Haftungsschuldner zudem aufgrund gesetzlicher Anordnung nach § 42 d Abs. 3 Satz 1 EStG Gesamtschuldner [1] im Sinne von § 44 Abs. 1 Satz 1 AO, obwohl Haftungsschuld im Verhältnis zur [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Neben seinen Steuerentrichtungs- und Steuererklärungspflichten trifft den Arbeitgeber auch die sogenannte Haftungsschuld nach §§ 33 Abs. 1 AO, 42 d EStG. Er ist als Haftungsschuldner zudem aufgrund gesetzlicher Anordnung nach § 42 d Abs. 3 Satz 1 EStG Gesamtschuldner [1] im Sinne von § 44 Abs. 1 Satz 1 AO, obwohl Haftungsschuld im Verhältnis zur Steuerschuld gemäß § 219 Satz 1 AO grundsätzlich mit einer von der Finanzbehörde zu beachtenden Nachrangigkeit ausgestattet ist. [2]<span id="more-19"></span></p>
<p><img class="alignleft" style="float: left;" src="http://www.jallenco.com/images/employers_insurance_jobs_find.jpg" alt="" width="177" height="156" />Entscheidende Voraussetzung für die Gesamtschuldnerschaft ist dabei die Gleichstufigkeit der Verpflichtungen. Hieran fehlt es in den Fällen der akzessorischen Schuldverknüpfung. [3] Der Bundesfinanzhof spricht deshalb gelegentlich von einer unechten Gesamtschuldnerschaft. [4] Nach § 219 Satz 2 AO kann sich die Finanzbehörde bei einer Haftung für Abzugssteuern jedoch auch unmittelbar an den Haftungsschuldner wenden, da der Arbeitgeber im Lohnsteuerabzugsverfahren als Steuerentrichtungsschuldner bei der Steuerbemessung wesentlich dazu beigetragen hat, dass der Steueranspruch noch nicht erfüllt ist. [5] Die Finanzbehörde kann demnach die Haftungs- oder Steuerschuld nach pflichtgemäßem Ermessen nach § 5 AO gegenüber jedem Gesamtschuldner festsetzten. [6] Die herrschende Meinung nimmt insofern trotz Akzessorietät der Haftung eine Gesamtschuld an. [7] Die Inanspruchnahme als Haftungsschuldner setzt aber auf jeden Fall voraus, dass die Steuerschuld des Arbeitnehmers noch besteht; die Steuerschuld beim Arbeitnehmer darf etwa gemäß § 191 Abs. 5 AO nicht verjährt sein.</p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">[1] Gemäß § 42 d Abs. 3 Satz 1 EStG nur soweit die Haftung des Arbeitgebers reicht.</p>
<p class="MsoNormal">[2] Vgl. BGH, Urteil vom 22.10.1992 –<span> </span>IX ZR 244/91.</p>
<p class="MsoNormal">[3] Koenig in Pahlke/Koenig, Abgabenordnung, § 44 Rn. 2; BGH IX ZR 175/88. Die Haftung nach § 42 d EStG gemäß § 191 Abs. 1 Satz 1 AO ist in ihrem Entstehen akzessorisch. Vgl. BFH, Urteil vom BFH 15.10.1996, VII R 46/96, Heuermann in Blümich, EStG, § 42 d Rn. 31.</p>
<p class="MsoNormal">[4] BGH, Urteil vom 22.10.1992 – IX ZR 244/91, Juris Rn. 12; BFH, Urteil vom 27.3.1968 – II 98/62 II 98/62.</p>
<p class="MsoNormal">[5] BFH, Urteil vom 27.3.1968 – II 98/62, Juris Rn. 15; Intemann in Pahlke/Koenig, Abgabenordnung, § 219 Rn. 26, 32.</p>
<p class="MsoNormal">[6] Drenseck in Schmidt, EStG, § 42 d Rn. 16.</p>
<p class="MsoNormal">[7] BFH, Urteil vom<span> </span>8.8.1991 - V R 19/88.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Qualifizierung von Einnahmen als Arbeitslohn</title>
		<link>http://www.steuernblog.de/einkommensteuer/qualifizierung-von-einnahmen-als-arbeitslohn/</link>
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		<pubDate>Fri, 21 Nov 2008 00:16:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Einkommensteuer]]></category>

		<category><![CDATA[Lohnsteuer]]></category>

		<category><![CDATA[Lohnsteuerabzugsverfahren]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Qualifizierung von Einnahmen als Einkünfte aus nich­tselbständiger Arbeit nach §§ 8 Abs. 1, 19 Abs. 1 EStG ist notwendige Voraussetzung für das Lohnsteuer-Abzugsverfahren. 
Arbeitslohn ist jedweder geldwerte Vorteil, der durch das individuelle Dienstverhältnis veranlasst ist. [1] Der von der Rechtsprechung entwickelte Begriff des Arbeitslohns ist „weit und umfassend“, [2] um den Gegebenheiten des Wirtschaftslebens [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"><span style="font-size: small; font-family: Calibri;">Die Qualifizierung von Einnahmen als Einkünfte aus nich­tselbständiger Arbeit nach §§ 8 Abs. 1, 19 Abs. 1 EStG ist notwendige Voraussetzung für das Lohnsteuer-Abzugsverfahren. <span id="more-18"></span></span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"><span style="font-size: small; font-family: Calibri;"><img class="alignleft" style="float: left;" src="http://www.vrbank-ffb.de/vb/export/sites/default/resources/img/bilder/vr_bilder/12_geld/743796.jpg" alt="" width="256" height="173" />Arbeitslohn ist jedweder geldwerte Vorteil, der durch das individuelle Dienstverhältnis veranlasst ist. [1] Der von der Rechtsprechung entwickelte Begriff des Arbeitslohns ist „weit und umfassend“, [2] um den Gegebenheiten des Wirtschaftslebens und dessen Wandlung Rechnung tragen zu können. [3] Hierin sieht etwa Hahn einen Wandel der Normsituation, deren urs­prüngliche Anwendung gegenwärtig in einer Vielzahl von Fällen nicht mehr zu sinnvollen und sachgerechten Ergeb­nissen führe. [4]</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"><span style="font-size: small; font-family: Calibri;">Gemäß § 38 Abs. 1 Satz 3 EStG unterliegt dem Lohnsteuerabzug auch der von einem Dritten gewährte Arbeitslohn, wenn der Arbeitgeber weiß oder erkennen kann, dass derartige Vergütungen<span style="mso-spacerun: yes;">  </span>erbracht werden, insbesondere wenn Arbeitgeber und Dritter verbundene Unternehmen im Sinne des Aktiengesetzes sind. [5] Dies setzt jedoch voraus, dass zwischen der Zuwendung des Dritten und der vom Arbeitnehmer im Rahmen seines Dienstverhältnisses für den Arbeitgeber zu erbringenden Arbeit eine innere Verknüpfung besteht. [6]</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"> </p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"><span style="font-size: small; font-family: Calibri;">[1] BFH 203, 53; BStBl 2003 II, 886.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"><span style="font-size: small; font-family: Calibri;">[2] Offerhaus, BB 1982, S. 1061 (1062) m.w.N. zur Rechtsprechung.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"><span style="font-size: small; font-family: Calibri;">[3] Vgl. BFH, Urteil vom 19.7.1974 – VI R 114/71.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"><span style="font-size: small; font-family: Calibri;">[4] Hahn, NJW 1988, S. 20 (20ff.).</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"><span style="font-size: small; font-family: Calibri;">[5] BGBl. 2003 I S. 2645.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"><span style="font-size: small; font-family: Calibri;">[6] BFH 207, 230; BStBl 2004 II, 1076.</span></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Das Dreiecksverhältnis zwischen Ar­beitgeber, Arbeitnehmer und Finanzbehörde im Lohnsteuerverfahren</title>
		<link>http://www.steuernblog.de/einkommensteuer/das-dreiecksverhaltnis-zwischen-ar%c2%adbeitgeber-arbeitnehmer-und-finanzbehorde-im-lohnsteuerverfahren/</link>
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		<pubDate>Wed, 19 Nov 2008 00:51:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Einkommensteuer]]></category>

		<category><![CDATA[Lohnsteuer]]></category>

		<category><![CDATA[Lohnsteuerabzugsverfahren]]></category>

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		<description><![CDATA[Aufgrund der Verwirklichung des Tatbestandes einer Steuer nach §§ 3 Abs. 1 AO, 2 Abs. 1 Nr. 4, 19 EStG ist der Arbeit­nehmer grundsätzlich Steuerschuldner. Die persönliche Einbehaltung und Abführung der angefallenen Lohnsteuer ist hierbei nicht not­wendiges Begriffsmerkmal der Schuldnerschaft. [1] Mit der Ein­behaltung der Lohnsteuer durch den Arbeitgeber hat der Ar­beitnehmer die Lohnsteuer entrichtet [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"><span style="font-size: small; font-family: Calibri;">Aufgrund der Verwirklichung des Tatbestandes einer Steuer nach §§ 3 Abs. 1 AO, 2 Abs. 1 Nr. 4, 19 EStG ist der Arbeit­nehmer grundsätzlich Steuerschuldner. Die persönliche Einbehaltung und Abführung der angefallenen Lohnsteuer ist hierbei nicht not­wendiges Begriffsmerkmal der Schuldnerschaft. [1] </span><span style="font-size: small; font-family: Calibri;">Mit der Ein­behaltung der Lohnsteuer durch den Arbeitgeber hat der Ar­beitnehmer die Lohnsteuer entrichtet [2]</span><span style="font-size: small; font-family: Calibri;">; seine Steuer­schuld ist damit erloschen. [3]</span><span style="font-size: small; font-family: Calibri;"><span id="more-17"></span></span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"><span style="font-size: small; font-family: Calibri;"><img class="alignleft" style="float: left;" src="http://www.bundestag.de/aktuell/archiv/2007/steuer2008_kw41/lohnsteuer.jpg" alt="" width="250" height="166" />Durch die oben dargestellte Ent­richtungspflicht wird der Arbeitgeber deshalb freilich nicht zum Steuerschuldner. [4] </span><span style="font-size: small; font-family: Calibri;">Er ist gleichwohl Steuerpflichtiger, weil er durch Einbehaltung und Abführung der Lohnsteuer eigene steuerrechtliche Pflichten nach §§ 33 Abs. 1, 43 Satz 2 AO zu erfüllen hat. [5] </span><span style="font-size: small; font-family: Calibri;">Der Arbeitgeber wird insoweit dazu verpflichtet die staatbürgerli­chen Steuerpflichten eines Anderen entschädigungslos [6] </span><span style="font-size: small; font-family: Calibri;">zu übernehmen. [7]</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"><span style="font-size: small; font-family: Calibri;">Der BFH begründet die Verfassungskonformität dieser Pflichtenstellung des Arbeitgebers unter anderem mit den Grundanforderungen der formellen Rationalität der Steuer. Die Entrichtungspflichten des Arbeitgebers bedeute keinen Verstoß etwa gegen Art. 12 Abs. 2 GG, weil der Gesetzgeber „dadurch in möglichst einfacher Form einen möglichst voll­ständigen und schnellen Eingang der Lohnsteuer der Arbeit­nehmer“ sicherstellen wolle. [8] </span><span style="font-size: small; font-family: Calibri;">Einzig verwaltungstechnische Erwä­gungen eines praktikablen Verfahrens können die Verfas­sungswidrigkeit einer Norm jedoch nicht beseitigen. [9] </span><span style="font-size: small; font-family: Calibri;">Auch der Finanzbedarf des Staates als solches ist niemals geeig­net, eine verfassungswidrige Steuer zu rechtfertigen. [10] </span><span style="font-size: small; font-family: Calibri;">Überzeugend ist in dieser Hinsicht die Begründung des Bundesverfassungsgerichts, das wenn der Eingriff in die Grundrechte im Interesse des Allgemeinwohls erfolgt, rechtmäßig ist. Das BVerfG geht davon aus, dass das Grundrecht auf freie Berufsausübung beschränkt werden kann, soweit vernünftige Erwägungen des Gemeinwohls dies zweckmäßig erscheinen lassen. [11]</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"><span style="font-size: small; font-family: Calibri;">Die Pflichtenstellung des Arbeitgebers ist hiernach im Interesse der Besteuerung der Einkünfte der Arbeitnehmer nach Maßgabe ihrer Leistungsfähigkeit unstreitig erforderlich. Denn die Steuererhebung hat den materiellen Steueranspruch möglichst wirksam gegenüber jedem Steuerpflichtigen durchzusetzen. [12] </span><span style="font-size: small; font-family: Calibri;">Der Einkommensteuerpflichtige soll mit seinem jeweiligen steuerpflichtigen Einkommen zur Deckung des gegenwärtigen staatlichen Finanzbedarfs beitragen. [13] </span><span style="font-size: small; font-family: Calibri;">Dabei stellen Sicherheit, Billigkeit und Bequemlichkeit der Steuererhebung vernünftige Erwägungen des Gemeinwohls dar, die einen Eingriff in die Grundrechte rechtfertigen. [14]</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"><span style="font-size: small; font-family: Calibri;">Die Indienstnahme des Arbeitgebers ist nach Ansicht des BVerfG mit Art. 3 Abs. 1, Art. 12 und Art. 14 GG</span><span style="font-size: small; font-family: Calibri;"> jedenfalls auch deshalb vereinbar, weil der Arbeitgeber dadurch nicht erheblich belastet wird und dabei im Rahmen seiner sozialstaatlich gebotenen Fürsorgepflicht zugleich seine Arbeitnehmer in der vereinfachten Erfüllung der ihnen obliegenden Steuerpflicht unterstützt. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"><span style="font-size: small; font-family: Calibri;">Ungeachtet der Verfassungskonformität des Eingriffs, ist die Frage der Intensität des Eingriffs oftmals Streitgegenstand. Dabei werden Regelungen der Haftungsvoraussetzungen bei der Lohnsteuerhaftung als unverhältnismäßig bezeichnet.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"><span style="font-size: small; font-family: Calibri;"><strong>Rechtsverhältnis zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer</strong></span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"><span style="font-size: small; font-family: Calibri;">Die Rechtsstellung des Arbeitgebers gegenüber dem Arbeitnehmer ist umstritten. Obwohl sein Rechtsverhältnis zum Arbeitnehmer durch arbeitsrechtliche Bestimmungen geprägt ist, folgt er kraft Gesetzes einem öffentlich-rechtlichen Auftragsverhältnis zur Finanzbehörde. Durch diese Normkonstellation bleibt es zunächst unbeantwortet, ob der Arbeitgeber im Lohnsteuerabzugsverfahren seinem Arbeitnehmer gegenüber dienstrechtlich oder hoheitlich tätig wird.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"><span style="font-size: small; font-family: Calibri;">Die wohl herrschende Meinung geht davon von aus, dass die lohnsteuerrechtliche Pflicht des Arbeitgebers als eine durch die Regelungen des Einkommensteuergesetzes ausgestaltete Nebenpflicht in das Dienstrecht übertragen lässt. [15] </span><span style="font-size: small; font-family: Calibri;">Der Arbeitnehmer ist darin eingebunden, indem der den Steuerabzug als arbeitsvertragliche Nebenpflicht zu dulden hat. [16] </span><span style="font-size: small; font-family: Calibri;">Daraus folgt, dass der Arbeitgeber im Innenverhältnis zum Arbeitnehmer etwa bei zu viel einbehaltender Lohnsteuer nicht haftet. Der Arbeitnehmer muss sich in diesen Fällen an das Arbeitsgericht wenden. Der Finanzrechtsweg ist für eine Klage des Arbeitnehmers gegen seinen Arbeitgeber wegen Streitigkeiten über das Bestehen einer Nettolohnvereinbarung und die daraus folgenden Ansprüche des Arbeitnehmers auf Abführen von Lohnsteuer beziehungsweise die Berichtigung der Lohnbescheinigung nicht gegeben. [17] </span><span style="font-size: small; font-family: Calibri;">Vielmehr steht ihm gegebenenfalls ein Schadensersatzanspruch aus positiver Vertragsverletzung des Dienstverhältnisses zu, wenn dem Arbeitgeber beim Lohnsteuerabzug ein Fehler unterlaufen ist. [18]</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"><span style="font-size: small; font-family: Calibri;">Nach einer anderen Auffassung übt der Arbeitgeber mit dem Lohnsteuerabzug öffentliche Gewalt aus. Als ein in Dienst genommener Privater [19] </span><span style="font-size: small; font-family: Calibri;">handele er gegenüber dem Arbeitnehmer durch Verwaltungsakt. [20]</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"><span style="font-size: small; font-family: Calibri;"> </span></p>
<p><span style="font-size: small; font-family: Calibri;"><br />
<hr size="1" /></span></p>
<div id="ftn1" style="mso-element: footnote;">
<p class="MsoFootnoteText" style="margin: 0cm 0cm 0pt; text-align: justify;"><span style="font-family: "><span style="font-size: x-small;">[1] Koenig in Pahlke/Koenig, Abgabenordnung, § 33 Rn. 25; BFH, Urteil vom 13.11.1987 - VI R 4/84, SIS 88 15 38.</span></span></p>
</div>
<div id="ftn2" style="mso-element: footnote;">
<p class="MsoFootnoteText" style="margin: 0cm 0cm 0pt; text-align: justify;"><span style="font-family: "><span style="font-size: x-small;">[2] Wermelskirchen in Lademann, EStG context, § 42 d EStG, Anm. 34.</span></span></p>
</div>
<div id="ftn3" style="mso-element: footnote;">
<p class="MsoFootnoteText" style="margin: 0cm 0cm 0pt; text-align: justify;"><span style="font-family: "><span style="font-size: x-small;">[3] Aus § 42 d Abs. 3 Satz 4 Nr. 2 EStG ergibt sich im Umkehrschluss, dass der Arbeitnehmer grundsätzlich nicht „in Anspruch genommen werden“ kann, wenn der Arbeitgeber die Lohnsteuer vorschriftsgemäß vom Arbeitslohn einbehalten hat. Vgl. Drenseck in Schmidt, EStG, § 42 d Rz. 19; Schick, BB 1983, 1041 (1042).</span></span></p>
</div>
<div id="ftn4" style="mso-element: footnote;">
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; line-height: normal; text-align: justify; mso-layout-grid-align: none;"><span style="font-size: 10pt; font-family: ">[4] BFH, Urteil vom 24.3.1998 - I R 120/97, BStBl 1999 II S. 3, SIS 98 20 77, Koenig in Pahlke/Koenig, Abgabenordnung, § 43 Rn. 6.</span></p>
</div>
<div id="ftn5" style="mso-element: footnote;">
<p class="MsoFootnoteText" style="margin: 0cm 0cm 0pt; text-align: justify;"><span style="font-size: x-small;"><span style="font-family: ">[5] Koenig in Pahlke/Koenig, Abgabenordnung, § 33 Rn. 29; Heuermann in Blümich, EStG, § 42 d Rn. 19.</span></span></p>
</div>
<div id="ftn6" style="mso-element: footnote;">
<p class="MsoFootnoteText" style="margin: 0cm 0cm 0pt; text-align: justify;"><span style="font-size: x-small;"><span style="font-family: ">[6] Hartz, DB 1961, S. 1366. Hartz bezeichnet den Arbeitgeber als eine „Steuerinspektor ohne Vergütung“.</span></span></p>
</div>
<div id="ftn7" style="mso-element: footnote;">
<p class="MsoFootnoteText" style="margin: 0cm 0cm 0pt; text-align: justify;"><span style="font-size: x-small;"><span style="font-family: ">[7] Koenig in Pahlke/Koenig, Abgabenordnung, § 43 Rn. 6; In seinem Urteil vom 14. 12. 1965, BVerfGE 19, 226, 240, BStBl III 1966 S. 192, 196 hat das BVerfG den Arbeitgeber als „Hilfsorgan der staatlichen Finanzverwaltung“ bezeichnet.</span></span></p>
</div>
<div id="ftn8" style="mso-element: footnote;">
<p class="MsoFootnoteText" style="margin: 0cm 0cm 0pt; text-align: justify;"><span style="font-family: "><span style="font-size: x-small;">[8] Vgl. BFH, Urteil vom 5.7.1963 – VI 270/62 U, DB 1963, S. 1380.</span></span></p>
</div>
<div id="ftn9" style="mso-element: footnote;">
<p class="MsoFootnoteText" style="margin: 0cm 0cm 0pt; text-align: justify;"><span style="font-family: "><span style="font-size: x-small;">[9] BVerfG, Urteil vom 14.12.1965 – 1 BvL 31, 32/62</span></span></p>
</div>
<div id="ftn10" style="mso-element: footnote;">
<p class="MsoFootnoteText" style="margin: 0cm 0cm 0pt; text-align: justify;"><span style="font-family: "><span style="font-size: x-small;">[10] BVerfG, Urteil vom 17.01.1957 – 1 BvL 4/54; </span></span></p>
</div>
<div id="ftn11" style="mso-element: footnote;">
<p class="MsoFootnoteText" style="margin: 0cm 0cm 0pt; text-align: justify;"><span style="font-family: "><span style="font-size: x-small;">[11] BVerfG, Urteil vom 11.06.1958 - 1 BvR 596/56, Juris Rechtsprechung Rn. 74; BVerfG, Beschluss vom 23.01.1968 - 1 BvR 709/66, Juris Rechtsprechung Rn. 20, 30.</span></span></p>
</div>
<div id="ftn12" style="mso-element: footnote;">
<p class="MsoFootnoteText" style="margin: 0cm 0cm 0pt; text-align: justify;"><span style="font-family: "><span style="font-size: x-small;">[12] BVerfG, Urteil vom 27.06.1991 - 2 BvR 1493/89, Juris Rechtsprechung Rn. 138.</span></span></p>
</div>
<div id="ftn13" style="mso-element: footnote;">
<p class="MsoFootnoteText" style="margin: 0cm 0cm 0pt; text-align: justify;"><span style="font-family: "><span style="font-size: x-small;">[13] BVerfG, Beschluss vom 10.04.1997 - 2 BvL 77/92, Juris Rechtsprechung Rn. 28.</span></span></p>
</div>
<div id="ftn14" style="mso-element: footnote;">
<p class="MsoFootnoteText" style="margin: 0cm 0cm 0pt; text-align: justify;"><span style="font-family: "><span style="font-size: x-small;">[14] BVerfG vom 23.7.1963 – 1 BvL 1, 4/61, BVerfGE 16, S. 286, 297.</span></span></p>
</div>
<div id="ftn15" style="mso-element: footnote;">
<p class="MsoFootnoteText" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"><span style="font-size: x-small;"><span style="font-family: Calibri;">[15] Heuermann in Blümich, EStG, § 42d Rn 19 ff.; Drenseck <span style="mso-spacerun: yes;"> </span>in Schmidt, EStG § 38 Rz. 1; BAG, Urteil vom 19.1.1979, DB 1979, 1281; BB 1979, 1040;<span style="mso-spacerun: yes;">  </span></span></span></p>
</div>
<div id="ftn16" style="mso-element: footnote;">
<p class="MsoFootnoteText" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"><span style="font-size: x-small; font-family: Calibri;">[16] BAG, DB 1968, 533.</span></p>
</div>
<div id="ftn17" style="mso-element: footnote;">
<p class="MsoFootnoteText" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"><span style="font-size: x-small;"><span style="font-family: Calibri;">[17] BFH, Urteil vom 29.6.1993 - VI B 108/92, BStBl 1993 II, 760 = SIS 94 04 65.<span style="mso-spacerun: yes;">   </span></span></span></p>
</div>
<div id="ftn18" style="mso-element: footnote;">
<p class="MsoFootnoteText" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"><span style="font-size: x-small; font-family: Calibri;">[18] BFH VI R 57/95 v. 20. 9. 96, BStBl II 97, 144.</span></p>
</div>
<div id="ftn19" style="mso-element: footnote;">
<p class="MsoFootnoteText" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"><span style="font-size: x-small; font-family: Calibri;">[19] BVerfG 1 BvR 3/76 v. 17. 2. 77, NJW 77, 1282, BVerfGE 44, 103, 104.</span></p>
</div>
<div id="ftn20" style="mso-element: footnote;">
<p class="MsoFootnoteText" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"><span style="font-size: x-small; font-family: Calibri;">[20] ABC-Führer, „Arbeitgeber“ Rn. 1.</span></p>
</div>
]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Das Lohnsteuerabzugsverfahren</title>
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		<pubDate>Sun, 16 Nov 2008 14:58:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Einkommensteuer]]></category>

		<category><![CDATA[Haftung]]></category>

		<category><![CDATA[Lohnsteuer]]></category>

		<category><![CDATA[Lohnsteuerabzugsverfahren]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Lohnsteuer ist eine besondere Erhebungsform der Ein­kommensteuer [1] auf Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit nach §§ 2 Abs. 1 Nr. 4, 19 EStG. Sie entsteht nach § 38 Abs. 2 Satz 2 EStG in dem Zeitpunkt, in dem der Arbeitslohn dem Arbeitnehmer zufließt. Wird der Arbeitnehmer zur Einkom­mensteuer gemäß § 46 EStG veranlagt, wird nach [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"><span style="font-size: small; font-family: Calibri;">Die Lohnsteuer ist eine besondere Erhebungsform der Ein­kommensteuer [1] </span><span style="font-size: small; font-family: Calibri;">auf Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit nach §§ 2 Abs. 1 Nr. 4, 19 EStG. Sie entsteht nach § 38 Abs. 2 Satz 2 EStG in dem Zeitpunkt, in dem der Arbeitslohn dem Arbeitnehmer zufließt. <span id="more-16"></span></span><span style="font-size: small; font-family: Calibri;">Wird der Arbeitnehmer zur Einkom­mensteuer gemäß § 46 EStG veranlagt, wird nach § 36 Abs. 2 Nr. 2 EStG die einbehaltene Lohnsteuer auf seine Einkom­mensteuerschuld angerechnet. Das Lohnsteuerabzugsver­fahren ist somit ihrem Wesen nach eine an der Quelle erho­bene Vorauszahlung [2] </span><span style="font-size: small; font-family: Calibri;">auf die mit Ablauf des Kalenderjahres entstehende Einkommensteuerschuld des Arbeitnehmers. [3]</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"><span style="font-size: small; font-family: Calibri;"><img class="alignleft" style="float: left;" src="http://www.bwr-media.de/imperia/md/images/personalverlag/bwrmedia_lohnundgehalt/lohn_gehalt_lohnsteuer_03_xl.jpg" alt="" width="207" height="183" />Die Verpflichtung zur Einbehaltung und Abführung der für die in Rechnung des Arbeitnehmers einbehaltenen Lohnsteuer sowie die Anmeldung der Lohnsteuer und die Aufzeich­nungspflichten beim Lohnsteuerabzug trifft nach §§ 38 Abs. 3 Satz 1, 41 Abs. 1, 41 a Abs. 1 Satz 1 EStG jedoch ausschließlich den Arbeitgeber. Der Arbeitgeber hat dabei als durch Gesetz Beauftragter sowohl für das Finanzamt als auch für seinen Arbeitnehmer tätig zu werden. [4] </span><span style="font-size: small; font-family: Calibri;">Durch diese Pflicht wird ein gesetzliches Dreiecksverhältnis zwischen Ar­beitgeber, Arbeitnehmer und Finanzbehörde geschaffen. [5] </span><span style="font-size: small; font-family: Calibri;">Kommt der Arbeitgeber seinen Verpflichtungen nicht, unvoll­ständig oder nicht rechtzeitig nach, kann die Finanzbehörde nach Maßgabe von § 42 d EStG eine Haftung, eine Steuer­straftat nach § 370 AO oder eine Steuerordnungswidrigkeit alternativ nach §§ 378, 380 AO aussprechen. [6]</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"><span style="font-size: small; font-family: Calibri;"><strong>Verfassungsmäßigkeit des Lohnsteuerabzugsverfahrens</strong></span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"><span style="font-size: small; font-family: Calibri;">Die Einbeziehung des Arbeitgebers in das Lohnsteuerabzugsverfah­ren wird in der Rechtsprechung verfassungsrechtlich nicht beanstandet. Wie der Bundesfinanzhof mit Urteil vom 5. Juli 1963 entschieden hat, ist die Berechnungs-, Einbehaltungs-, Anmeldungs- und Abführungspflicht des Arbeitgebers beim Lohnsteuerabzugsverfahren nach § 38 EStG mit dem Grundgesetz vereinbar. [7] </span><span style="font-size: small; font-family: Calibri;">Das hat das Bundesverfassungsgericht in einem Dreierbeschluss bestätigt. [8] </span><span style="font-size: small; font-family: Calibri;">Angesichts der gesteigerten Arbeitgeberpflich­ten im Lohnsteuerabzugsverfahren, etwa durch den Wandel der Norm­situation [9]</span><span style="font-size: small; font-family: Calibri;">, sowie der geringen Bindungswirkung des oben genannten „Dreierbeschlusses“ [10]</span><span style="font-size: small; font-family: Calibri;">, wird in der Literatur die Frage nach der Verfassungs­mäßigkeit der Rechtstellung des Arbeitgebers im Lohnsteu­erverfahren weiterhin diskutiert.</span></p>
<div></div>
<p><span style="font-size: small; font-family: Calibri;"></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;">
<hr size="1" /></p>
<p> </p>
<p> </p>
<p></span></p>
<div style="mso-element: footnote-list;">
<div id="ftn1" style="mso-element: footnote;">
<p class="MsoFootnoteText" style="margin: 0cm 0cm 10pt; text-align: justify;"><span style="font-family: "><span style="font-size: x-small;">[1] Erst seit der Steuerreform von 1948. Vom Ursprung her hatte die Lohnsteuer eine gewisse Eigenständigkeit neben der Einkommensteuer. Vgl. Wermelskirchen in Lademann, EStG context, § 38 Anm. 3; Schmölders, Allgemeine Steuerlehre, S. 76.</span></span></p>
<p class="MsoFootnoteText" style="margin: 0cm 0cm 10pt; text-align: justify;"><span style="font-size: x-small;"><span style="font-family: ">[2] Barein in Littmann/Bitz/Pust, EStG, § 42 d Rn. 6.</span></span></p>
</div>
<div id="ftn3" style="mso-element: footnote;">
<p class="MsoFootnoteText" style="margin: 0cm 0cm 10pt; text-align: justify;"><span style="font-family: "><span style="font-size: x-small;">[3] Der Arbeitnehmer ist nach § 38 Abs. 2 Satz 1 EStG Schuldner der Lohnsteuer. Eine Ausnahme enthält § 40 Abs. 3 Satz 2 EStG. Danach ist Schuldner der pauschalen Lohnsteuer der Arbeitgeber.</span></span></p>
</div>
<div id="ftn4" style="mso-element: footnote;">
<p class="MsoFootnoteText" style="margin: 0cm 0cm 10pt; text-align: justify;"><span style="font-family: "><span style="font-size: x-small;">[4] Drenseck in Schmidt, 25. Aufl. 2006, § 38 EStG Rn. 1; Seifert in Korn, § 38 EStG, Rn. 2.</span></span></p>
</div>
<div id="ftn5" style="mso-element: footnote;">
<p class="MsoFootnoteText" style="margin: 0cm 0cm 10pt; text-align: justify;"><span style="font-family: "><span style="font-size: x-small;">[5] Stolterfoht [Hrsg.], Grundfragen des Lohnsteuerrechts, S. 175.</span></span></p>
</div>
<div id="ftn6" style="mso-element: footnote;">
<p class="MsoFootnoteText" style="margin: 0cm 0cm 10pt; text-align: justify;"><span style="font-family: "><span style="font-size: x-small;">[6] Ein Verstoß gegen die Einbehaltungspflicht ist allein noch keine Tathandlung i. S. von §§ 370, 378 AO und reicht auch noch nicht zur Anwendung des § 380 AO aus. Vgl. Thürmer in Blümich, EStG, § 38 Rn. 130; K/S/M § 38 D 12; Littmann § 38 Rz. 96.</span></span></p>
</div>
<div id="ftn7" style="mso-element: footnote;">
<p class="MsoFootnoteText" style="margin: 0cm 0cm 10pt; text-align: justify;"><span style="font-family: "><span style="font-size: x-small;">[7] Vgl. BFH, Urteil vom 5.7.1963 – VI 270/62 U, DB 1963, S. 1380.</span></span></p>
</div>
<div id="ftn8" style="mso-element: footnote;">
<p class="MsoFootnoteText" style="margin: 0cm 0cm 10pt; text-align: justify;"><span style="font-family: "><span style="font-size: x-small;">[8] Entscheidung vom 18. Dezember 1963 1 BvR 514/63, Der Betrieb - DB - 1964, 204; vgl. auch BVerfG, Urteil vom 14. Dezember 1965 - 1 BvL 31, 32/62, BVerfGE 19, 226, 240, und Urteil vom 17. Februar 1977 - 1 BvR 33/76, BVerfGE 44, 103, 104, sowie Beschluss des Senats in BFHE 143, 523, 525 ff., BStBl II 1985, 553.</span></span></p>
</div>
<div id="ftn9" style="mso-element: footnote;">
<p class="MsoFootnoteText" style="margin: 0cm 0cm 10pt; text-align: justify;"><span style="font-family: "><span style="font-size: x-small;">[9] Hahn, NJW 1988, 20 (20ff).</span></span></p>
</div>
<div id="ftn10" style="mso-element: footnote;">
<p class="MsoFootnoteText" style="margin: 0cm 0cm 10pt; text-align: justify;"><span style="font-family: "><span style="font-size: x-small;">[10] Schick, BB 1983, 1041 (1041).</span></span></p>
</div>
</div>
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		<title>Steuersenkung als Wahlkampfthema der Union</title>
		<link>http://www.steuernblog.de/allgemein/steuersenkung-als-wahlkampfthema-der-union/</link>
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		<pubDate>Fri, 16 May 2008 13:51:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

		<category><![CDATA[CDU]]></category>

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		<category><![CDATA[Steuern Wahlkampf]]></category>

		<category><![CDATA[Steuersenkung]]></category>

		<category><![CDATA[Union]]></category>

		<category><![CDATA[Wahlkampf]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Steuereinnahmen der Bundesrepublik Deutschland sind im April um 5,2 Prozent gestiegen. Bei der Lohnsteuer ist sogar ein Zuwachs von 7,8 Prozent zu verzeichnen. Grund dafür sei unter anderem der Boom am Arbeitsmarkt und der überraschende Wirtschaftswachstum. Das Statistische Bundesamt teilte mit, dass die Wirtschaftsleistung im ersten Quartal von 39,8 Millionen Erwerbstätigen erbracht wurde.
Diese Entwicklung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Steuereinnahmen der Bundesrepublik Deutschland sind im April um 5,2 Prozent gestiegen. Bei der Lohnsteuer ist sogar ein Zuwachs von 7,8 Prozent zu verzeichnen. Grund dafür sei unter anderem der Boom am Arbeitsmarkt und der überraschende Wirtschaftswachstum. Das Statistische Bundesamt teilte mit, dass die Wirtschaftsleistung im ersten Quartal von 39,8 Millionen Erwerbstätigen erbracht wurde.<span id="more-15"></span></p>
<p>Diese Entwicklung begünstigt den Standpunkt der Politiker, die Steuerentlastungen fordern. Besonders in der Union wird eine heftige Debatte für die nächste Fraktionssitzung erwartet. Der Europapolitiker der CDU, Thomas Bareiß, sagte dem &#8220;Handelsblatt&#8221; gegenüber, dass die Mehrheit der CDU-Fraktion für eine rasche steuerliche Entlastung der Mittelschicht noch in 2009 sei. Die Bundeskanzlerin lehnt dies mit Hinweis auf die Haushaltskonsolidierung ab.</p>
<p>Die erfolgreiche Haushaltskonsolidierung scheint jedoch nicht der einzige Grund für die ablehnende Haltung der CDU-Spitze zu sein. So berichtet die führende Wirtschaftszeitung in seiner Printausgabe vom 16. Mai 2008, dass Merkel und CDU-Generalsekretär Ronald Profalla womöglich eine kleine Steuerentlastung für Anfang 2009 ablehnen, &#8220;um im Bundestagswahlkampf mit einem umpfangreichen Entlastungspaket wuchern zu können&#8221;.</p>
<p>Eine solche Instrumentalisierung der (Steuer)Politik ist selbst als &#8220;Nebenwirkung&#8221; (moralisch) nicht hinnehmbar. Da wirken auch Aussagen der Kanzlerin, wie &#8220;Wir werden alles, was wir den Menschen zurückgeben können, natürlich auch zurückgeben&#8221;, nicht überzeugend. Steuerentlastungspläne als Lockvogel beim Stimmenfang zeigt, mit welcher Ernsthaftigkeit die CDU-Spitze an die Forderung herangeht. Ob der Koalitionspartner SPD hierbei mitspielen wird, bleibt abzuwarten.</p>
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		<title>Blog-Parade Migrantenblogs</title>
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		<pubDate>Mon, 07 Apr 2008 20:11:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Kollege Ekrem Senol hat auf seinem Blog zu einer Blog-Parade eingeladen. Thema der Blog-Veranstaltung ist die Zusammenstellung von Migrantenblogs. Er bittet die Teilnehmer dazu auf, ihre Beiträge bis zum 30. April hier einzureichen.
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Kollege Ekrem Senol hat auf seinem <a href="http://www.jurblog.de" target="_blank">Blog</a> zu einer Blog-Parade eingeladen. Thema der Blog-Veranstaltung ist die Zusammenstellung von Migrantenblogs. Er bittet die Teilnehmer dazu auf, ihre Beiträge bis zum 30. April <a href="http://www.jurblog.de/2008/04/07/blog-parade-welche-deutschsprachigen-migrantenblogs-kennt-ihr/#comment-24196" target="_blank">hier</a> einzureichen.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Finanzämter blockieren Fahrzeuge säumiger Steuerzahler - Die &#8220;Parkkralle&#8221; bei der Steuervollstreckung</title>
		<link>http://www.steuernblog.de/allgemein/finanzamter-blockieren-fahrzeuge-saumiger-steuerzahler-die-parkkralle-bei-der-steuervollstreckung/</link>
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		<pubDate>Sat, 01 Mar 2008 15:13:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Leiter des Finanzamts Duisburg-Süd, Michael Alsentzer, teilte am Freitag mit, dass ab März in Nordrhein-Westfalen die Fahrzeuge von säumigen Steuerzahlern bei der Pfändung mit Radschlössern blockiert werde. Zahlt der Besitzer des „gekrallten“ Autos nicht innerhalb von drei Tagen seine Steuerschuld, wird das amtlich blockierte Fahrzeug abgeschleppt und versteigert.
Der Bund der Steuerzahler bezeichnete die &#8220;Parkkralle&#8221; [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Leiter des Finanzamts Duisburg-Süd, <a target="_blank" href="http://www.derwesten.de/nachrichten/staedte/duisburg/2008/2/29/news-27256212/detail.html" title="WAZ">Michael Alsentzer</a>, teilte am Freitag mit, dass ab März in Nordrhein-Westfalen die Fahrzeuge von säumigen Steuerzahlern bei der Pfändung mit Radschlössern blockiert werde. Zahlt der Besitzer des „gekrallten“ Autos nicht innerhalb von drei Tagen seine Steuerschuld, wird das amtlich blockierte Fahrzeug abgeschleppt und versteigert.<span id="more-13"></span></p>
<p><a target="_blank" href="http://www.abendblatt.de/daten/2004/01/23/254184.html" title="Hamburger Abendblatt">Der Bund der Steuerzahler</a> bezeichnete die &#8220;Parkkralle&#8221; bereits im Jahre 2004 bei der Einführung in Hamburg, als Stigmatisierung und Nötigung der Fahrzeughalter. In der Literatur geht man jedoch davon aus, dass die Sichtbarkeit bei einer Sachpfändung etwa durch Anbringung eines Pfandsiegels eine unumgängliche Konsequenz der legitimen Durchführung des Vollstreckungsverfahrens ist und damit das Steuergeheimnis nach § 30 AO nicht verletzt (Tormöhlen in Beermann/Gosch AO/FGO, 1. Auflage 1995, § 30 Rn. 98; Pump, StBp 2003, 105, 107; vgl. auch Hans Röder, KKZ 2005, 157-162; KKZ 2005, 182-187 ). Die Zulässigkeit der Sicherung des Kfz durch entsprechenden Wegfahrsperren ist jedoch nach dem Grundsatz der Verhältnismäßigkeit im Einzelfall zu prüfen.</p>
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		<title>Keine Zuwendungsbestätigung für Mitgliedsbeiträge bei Aktivitäten auf dem Gebiet des &#8220;Sports&#8221;</title>
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		<pubDate>Sat, 01 Mar 2008 03:46:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Einkommensteuer]]></category>

		<category><![CDATA[Gemeinnützigkeit]]></category>

		<category><![CDATA[Mitgliedsbeiträge]]></category>

		<category><![CDATA[Spendenrecht]]></category>

		<category><![CDATA[Zuwendungsbestätigung]]></category>

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		<description><![CDATA[Mitgliedsbeiträge sind nach einer Entscheidung des FG Münster vom 16.02.2007 -  9 K 4907/02 nicht gem. § 10b EStG, § 9 Abs. 1 Nr. 2 KStG abzugsfähig, wenn ein gemeinnütziger Verein nach seiner Satzung auch den Sport - und damit auch einen Zweck i.S. des Abschn. B der Anlage 1 zur EStDV - fördern will. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mitgliedsbeiträge sind nach einer Entscheidung des <a target="_blank" href="http://www.justiz.nrw.de/nrwe/fgs/muenster/j2007/9_K_4907_02_Surteil20070216.html" title="FG Münster">FG Münster vom 16.02.2007 - <span> </span>9 K 4907/02</a> nicht gem. § 10b EStG, § 9 Abs. 1 Nr. 2 KStG abzugsfähig, wenn ein gemeinnütziger Verein nach seiner Satzung auch den Sport - und damit auch einen Zweck i.S. des Abschn. B der Anlage 1 zur EStDV - fördern will. Der Verein darf daher auch keine Zuwendungsbestätigungen für Mitgliedsbeiträge ausstellen. <span id="more-12"></span></p>
<p>Das Gericht führt zur Begründung aus, dass die Anlage 1 zur EStDV innerhalb der förderungswürdigen gemeinnützigen Zwecke nochmals solche i.S. des Abschnitts A und solche des Abschnitts B unterscheidet. Unter Abschnitt B fallen die Förderung des Sports (Nr.1), die Förderung kultureller Betätigungen, die in erster Linie der Freizeitgestaltung dienen (Nr.2), die Förderung der Heimatpflege und Heimatkunde (Nr. 3) und die Förderung der nach § 52 Abs. 2 Nr. 4 AO gemeinnützigen Zwecke (Nr. 4). Zu letzteren u.a. die Förderung des traditionellen Brauchtums einschließlich des Karnevals, der Fastnacht und des Faschings.</p>
<p>Hinsichtlich der in Abschnitt A der Anlage 1 benannten Zwecke dürfen &#8220;Zuwendungen&#8221; abgezogen werden, d.h. Spenden und Mitgliedsbeiträge (§ 48 Abs. 3, Abs. 4 Satz 1 Nr. 1 EStDV), während bezüglich der in Abschnitt B der Anlage 1 benannten Zwecke nur &#8220;Spenden&#8221; abzugsfähig sind (§ 48 Abs. 4 Satz 1 Nr. 2 EStDV), also nicht Mitgliedsbeiträge. Letzteres ergebe sich im Rückschluss aus § 48 Abs. 3 EStDV, wonach Zuwendungen i.S. der §§ 48 bis 50 Spenden und Mitgliedsbeiträge sind, und aus der Regelung zu Körperschaften, die sowohl Zwecke i.S. des Abschnitts A wie des Abschnitts B fördern. Gem. § 48 Abs. 4 Satz 2 EStDV dürfen auch Mitgliedsbeiträge an Körperschaften nicht abgezogen werden, die Zwecke fördern, die sowohl in Abschnitt A als auch in Abschnitt B der Anlage 1 zur EStDV bezeichnet sind.</p>
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		<title>Kosten für Deutschkurse nicht absetzbar</title>
		<link>http://www.steuernblog.de/entscheidungen/bundesfinanzhof-deutschkurse-nicht-absetzbar/</link>
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		<pubDate>Sun, 27 Jan 2008 13:27:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Einkommensteuer]]></category>

		<category><![CDATA[Entscheidungen]]></category>

		<category><![CDATA[Deutschkurse]]></category>

		<category><![CDATA[Werbungskosten]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Bundesfinanzhof hat am 15.3.2007 (VI R 14/04) entschieden, dass Aufwendungen eines in Deutschland lebenden Ausländers für das Erlernen der deutschen Sprache regelmäßig auch dann zu den nichtabziehbaren Kosten der Lebensführung gehören, wenn ausreichende Deutschkenntnisse für einen angestrebten Ausbildungsplatz förderlich sind. Die in den Deutschkursen erworbenen Sprachkenntnisse ermöglichten der Klägerin die soziale Integration im privaten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Bundesfinanzhof hat am 15.3.2007 (<a target="_blank" href="http://www.bundesfinanzhof.de/www/index3.html" title="Bundesfinanzhof"><font color="#2f63b3">VI R 14/04</font></a>) entschieden, dass Aufwendungen eines in Deutschland lebenden Ausländers für das Erlernen der deutschen Sprache regelmäßig auch dann zu den nichtabziehbaren Kosten der Lebensführung gehören, wenn ausreichende Deutschkenntnisse für einen angestrebten Ausbildungsplatz förderlich sind. Die in den Deutschkursen erworbenen Sprachkenntnisse ermöglichten der Klägerin die soziale Integration im privaten Alltag und eine erfolgreiche Kommunikation im engeren privaten Umfeld. <span id="more-10"></span><span id="more-558"></span></p>
<p>Im Streitjahr nahm die Klägerin an den von der Kreisvolkshochschule angebotenen Sprachkursen “Deutsch als Fremdsprache - Intensiv I bis III” teil. In der Einkommensteuererklärung für das Streitjahr machte die Klägerin Aufwendungen für die Sprachkurse in Höhe von 1.519 DM als Sonderausgaben gemäß § 10 Abs. 1 Nr. 7 des Einkommensteuergesetzes (EStG) geltend.</p>
<p>Das Bundesfinanzhof führt folgendes aus:</p>
<blockquote><p>&#8220;Werbungskosten sind Aufwendungen zur Erwerbung, Sicherung und Erhaltung der Einnahmen. […] Nach ständiger Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs liegen Werbungskosten dann vor, wenn zwischen den Aufwendungen und den steuerpflichtigen Einnahmen ein Veranlassungszusammenhang besteht. Eine berufliche Veranlassung ist gegeben, wenn die Aufwendungen objektiv mit dem Beruf zusammenhängen. […]</p>
<p>Der Abzug der Aufwendungen bleibt nur dann in voller Höhe zulässig, wenn die berufliche Veranlassung bei weitem überwiegt, das Hineinspielen der Lebensführung nicht ins Gewicht fällt und von ganz untergeordneter Bedeutung ist. […]</p>
<p>Für den Erwerb der Deutschkenntnisse spielten private Gesichtspunkte der Klägerin eine nicht untergeordnete Rolle. Die Klägerin verwendet in der Kommunikation mit dem Kläger und notwendigerweise im täglichen Leben die durch den Sprachkurs erlangten Grundkenntnisse der deutschen Sprache. Der Besuch der Deutschkurse hatte somit einen erheblichen privaten Nutzen für die Klägerin. […]</p>
<p>Denn die Lebensführung der Klägerin wird durch die Deutschkurse wesentlich intensiver berührt als die Lebensführung eines Steuerpflichtigen, der eine gängige Fremdsprache, die in seinem privaten Umfeld üblicherweise nicht gesprochen wird, aus beruflichen Gründen erlernt. Während der Steuerpflichtige durch das Erlernen der Fremdsprache lediglich eine persönliche Bereicherung erfährt und seine Bildung erweitert, […] gewährleisteten die in den Deutschkursen erworbenen Sprachkenntnisse die soziale Integration der Klägerin im privaten Alltag und ermöglichten ihr eine erfolgreiche Kommunikation im engeren privaten Umfeld. […] Der Besuch der Deutschkurse erleichterte der Klägerin damit in erheblicher Weise ihre Lebensführung in Deutschland.</p>
<p>Der Besuch der Deutschkurse förderte in erster Linie die Allgemeinbildung der Klägerin und stellt damit keine Berufsausbildung […] dar.&#8221;</p></blockquote>
<p>Das auf den ersten Blick fraglich erscheinende Ergebnis, klingt nach der Begründung des Bundesfinanzhofs plausibel. Auch die Begründung zur Ungleichbehandlung zwischem dem Erlernen einer Fremdsprache und der deutschen Sprache ist nachvollziehbar und überzeugend. Es ist nicht von der Hand zu weisen, dass der Besuch der Deutschkurse der Klägerin  in erheblicher Weise ihre Lebensführung in Deutschland erleichtert. Damit fällt im Gegensatz zum Erlernen einer Fremdsprache die private Verwendung der Deutschkenntnisse so stark ins Gewicht, dass das Abzugsverbot des § 12 Nr. 1 Satz 2 EStG eingreift.</p>
<p>Diese Entscheidung wird allerdings auch <a target="_blank" href="http://www.der-betrieb.de/psdb/fn/db/sfn/bp/SH/0/cn/doc/bstruc/113/bt/0/ID/071720A/index.html" title="Der Betrieb">kritisiert</a>. Das Gleichbehandlungsgebot (<verweis id="GES_KUR_GG_NOR_3"></verweis>Art. 3 GG) und das Diskriminierungs- und Beschränkungsverbot der Grundfreiheiten des EG-Vertrags forderten die Abzugsfähigkeit. Es sei ferner zu berücksichtigen , dass sich die Klägerin bei einer deutschen Firma zur Ausbildung als Speditionskauffrau beworben habe. Ihre Bewerbung jedoch mangels ausreichender Deutschkenntnisse abgewiesen wurde und das Arbeitsamt der Klägerin daraufhin mitgeteilt habe, dass &#8220;<em>sie eine Ausbildung nur dann aufnehmen könne, wenn sie qualifizierte deutsche Sprachkenntnisse nachweise</em>&#8220;. <dokid id="071720A"></dokid></p>
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